Lufthansa bleibt am Boden – Streik auch in Köln/Bonn!

Über 250 Mitarbeiter der Lufthansa in Köln kämpften heute um die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze.

Über 250 Mitarbeiter der Lufthansa in Köln kämpften heute um die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze.

Frankurft, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Berlin, München – Nichts ging mehr bei der Lufthansa!

Deutschlandweiter Warnstreik des Lufthansa Bodenpersonals! Auch der Flughafen Köln/Bonn war heute davon betroffen. Die Lufthansa annullierte für heute, nach der Ankündigung am Mittwoch, alle Lufthansa Flüge von Köln/Bonn ausgehend.

Über 250 Mitarbeiter streikten allein in Köln

Solch einen Zusammenhalt gab es unter den verschiedenen Lufthansa Gesellschaften noch nie in Köln.

„Wir sind Stolz und begeistert wie viele von euch heute hier sind um für die Sicherung unserer Arbeitsplätze in Köln zu kämpfen!“

Christoph Franz, Vorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, für ihn ist diese Nachricht.

Christoph Franz, Vorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, für ihn ist diese Nachricht.

Nach den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes an Deutschen Flughäfen rief für heute die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft -ver.di- ihre rund 33.000 Mitglieder vom LH Bodenpersonal sowie aus den Bereichen Lufthansa Technik, Lufthansa Systems, Lufthansa Technik Logistik, Lufthansa Cargo und Lufthansa Passage zu einem Warnstreik auf, bevor die Tarifverhandlungen am Freitag in die nächste Runde gehen.

„Es geht um unsere Arbeitsplätze“

ver.di Information zum Streik

ver.di Information zum Streik

Das es den Mitarbeitern um die Standortsicherung und um ihren Arbeitsplatz geht, kam bis dato in den Medien viel zu wenig hervor, es ist den Mitarbeitern aber wichtig zu zeigen das es ihnen darum geht und nicht das Arbeitsplätze aus Köln z.B. ins Ausland abwandern.

„Ihr seit zwar sehr gut, aber im Ausland ist es billiger!“,

solche Sätze schmerzen jedem Lufthanseaten bis ins tiefste Mark.

Die Forderungen von ver.di: 5,2% Lohnerhöhung, Arbeitsplatz- und Standortsicherung ebenfalls Verbesserungen für Auszubildende wie eine Übernahmeverbindlichkeit.

„Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber und ihre Gegenforderungen zu Lohnverzicht und Arbeitszeitverlängerung sind eine Provokation, die bei den Lufthanseaten zu starker Unruhe und Verärgerung geführt hat“, betont ver.di- Bundesvorstandsmitglied Christine Behle.

Doch das Gegenangebot des Arbeitgebers war für die Gewerkschaft eine Provokation, der Arbeitgeber fordert, nachdem Bekannt gegeben wurde, dass die Hauptverwaltung der Lufthansa 2017 in Köln geschlossen wird und auch der Standort Köln für die Lufthansa CityLine nicht mehr sicher ist, nun von weiteren Beschäftigten drastische Einschnitte.

Diese Lufthanseaten aus der Kölner Hauptverwaltung tragen bereits Trauer auf ihren Ausweisen.

Diese Lufthanseaten aus der Kölner Hauptverwaltung tragen bereits Trauer auf ihren Ausweisen.

„Ein solches Ansinnen, das die Arbeitgeber als Beitrag der Beschäftigten zum Score-Programm sehen, ist provokativ und ein Affront gegen alle Beschäftigten bei der Lufthansa“, betonte Behle.

24 Nullmonate, Erhöhung der Wochenarbeitszeit um 1 Stunde, Aussetzung von Steigerungsstufen und verzicht auf Urlaubs-/Weihnachtsgeld.

Dies bedeutet unterm Strich bis zu „18% Lohnverzicht“

Das ist kein Angebot, sondern ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter und mit ver.di ist eine solche Unterwerfungserklärung nicht zu machen.
Morgen gehen die Tarifverhandlungen in Berlin weiter, ob es weitere Streiks geben wird, liegt nun am Arbeitgeber, die Mitarbeiter und die Gewerkschaft sind bereit sich einem solchen Kampf zu stellen, wenn dies nötig ist.

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Videos:

Reden der Lufthansa Betriebsräte Köln und der ver.di am 21.03.13 auf dem Flughafen Köln/Bonn

 

Die Lufthanseaten ziehen durch den Terminal am Flughafen Kön/Bonn in Porz Wahn.

Die Lufthanseaten ziehen durch den Terminal am Flughafen Kön/Bonn in Porz Wahn. Hinweis: Link öffnet in einem neuen Fenster. Copyright: MeinPorz.de

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