„Nazis an die Windräder…“ – Das war Arsch Huh 2012

Arsch Huh 2012 im Schatten unseres Dom´s.

Nach der legendären Kundgebung vor 20 Jahren gegen Rassismus und Neonazis auf dem Chlodwigplatz in Köln fand am 09.11. auf der Deutzer Werft eine Wiederauflage dazu statt. Und das nach NSU und dem bekannt werden der Ausländerfeindlichenanschläge wohl zu keinem besseren Zeitpunkt als jetzt.

 

„DANKBAR UND GLÜCKLICH“
so äußerten sich die Mitglieder der Arsch Huh AG, nach dem erfolgreichen „Konzert“.

Mit einer solchen Veranstaltung gegen Fremdenhass und Ausgrenzung von Minderheiten ein klares Zeichen zu setzen und das dies nicht einfach so hingenommen wird, sondern wir uns gegen diese Missstände zur Wehr setzen müssen, traf auf ein riesiges und nicht zu erwartendes Interesse bei den Bürgern.

Im 80iger Jahre Kinderwagen bei Arsch Huh 2012 gewesen = Check!

„Ganz Köln ist wohl gerade hier!“ so schalte es des Öfteren über den Platz.

In der Lokalzeit am Tag zuvor wurde noch mit 30.000 Besuchern gerechnet, da hat man sich aber mal schwer verschätzt, es waren gute 80.000 Menschen vor Ort. Die Straßenbahn Linie 7 stellte ihren nach Porz ein und die Straße direkt an der Werft wurde durch die Polizei für Autos gesperrt.

Auf der Bühne geht das Programm los.

Und es strömen immer noch weiter Menschen auf die Deutzer Werft.

Niemand hat mit so einer Resonanz gerechnet.

„Die AG Arsch huh weiß, dass sich aus dem Erfolg der Veranstaltung hohe Erwartungen ergeben, hinsichtlich der Verbesserung der Verhältnisse in unserer Stadt. Wir sind uns aber bewusst, dass die Wirkung solch einer einmaligen Aktion nur darin bestehen kann, Anstöße zu geben. Diese müssen von politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen aufgegriffen und mit Beteiligung der Bürger in konkretes Handeln umgesetzt werden. Die AG wird diesen Prozess aufmerksam und kritisch begleiten.“ so die Arsch Huh AG

„Nazis an die Windräder – das nenn ich Energiewände – dafür zahl ich gern Ökosteuer“ ein Comedian.

Ärgerlich war dabei nur das durch das unerwartete Menschenaufkommen, viele nur von der Straße, das Ganze verfolgen konnten und die aufgestellten Bauzäune mit weißen Planen den Leuten, die sich extra zu dieser öffentlichen Kundgebung aufmachten und damit ein Zeichen setzen wollten, gegen Nazis, nichts sehen konnten. Das sah zum Teil wohl auch die Polizei ein und entfernte kurzer Hand einfach von einigen Bauzäunen die Planen und Besucher taten es ihnen nach. Um zumindest von der Distanz etwas zu sehen. Warum die Werft durch Zäune so extrem abgesperrt wurde, ist und ehrlich gesagt nicht ganz verständlich. Das bei einer solchen Veranstaltung natürlich auch Sicherheitsgassen eingerichtet sein sollten ist richtig und auch gut aber so extrem, wie bei einer „Bezahlveranstaltung“ das sogar Sichtschutz auf der Severinsbrücke aufgestellt wurde, das ist uns nicht klar. Vielleicht ist es auch dem unerwarteten Interesse zuschulden, man kann nur hoffen, dass in 20 Jahren (hoffentlich doch früher wieder) das Konzept verbessert wird.

Dadurch aber nicht abgeschreckt machten einige das Beste daraus und veranstalteten ein Picknick auf der Bank mit Käse, Champagner und Oliven. TOP!

Fazit: Die Stimmung war grandios und die Musik sowieso aber mehr sehen konnte man im TV.

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