„Los, geh schon weiter!“ – 705 Stufen mussten bezwungen werden.

Der KölnTurm war zum Treppenlauf fest in der Hand der Feuerwehr.

Der KölnTurm war zum Treppenlauf fest in der Hand der Feuerwehr.

 

 

135 Höhenmeter oder 39.Stockwerke oder auch 705 Stufen hieß es am 22.06. zum 2. mal, beim Kölner Treppenlauf auf dem KölnTurm im Mediapark zu bezwingen. Vor den letzten Metern konnte man da schon einmal einen Feuerwehrmann unter der PA-Maske (Pressluftatmer), seinem Kollegen zu rufen hören:

„Los, jetzt geh schon weiter!“

Nachfühlen kann es nur jemand, der selbst schon einmal bei so einer sportlichen Herausforderung mitgemacht hat. Vielleicht ja beim 1. Kölner Treppenlauf, wir berichteten.

705 Stufen bis zum Ziel in voller Montur und PA.

705 Stufen bis zum Ziel in voller Montur und PA.

©MeinPorz-0067

Görge Heimann galt bereits im Vorhinein als Favorit.

Görge Heimann galt bereits im Vorhinein als Favorit.

 

Dieses Jahr wussten rund 400 Teilnehmer, von privaten Treppenläufern in Sportkleidung über Feuerwehrläufern in ihrer Einsatzausrüstung bis hin zu den voll Ausgestatteten 2 Mann Feuerwehrteams, die in kompletter Schutzausrüstung und mit Pressluft nach oben sprinteten. Bereits die Feuerwehrleute ohne Pressluft hatten teilweise ihre Mühen, denn das größte Problem sind dabei nicht die 705 Stufen an sich, sondern die Hitze, die sich unter der Uniform aufbaut. Wenn dann aber noch die trockene Luft aus den Sauerstoffflaschen hinzukommt, irgendwann auch noch ein schrilles und lautes Alarmheulen dazu kommt das sich nach oben durch das Treppenhaus kämpft, kann sich wirklich jeder vorstellen, das dies kein leichter Job ist. Das laute Piepen kommt übrigens vom Pressluftatmer und bedeutet das der Druck in den Flaschen unter einem gesetzten Minimum ist und nicht mehr viel Sauerstoff in den Flaschen vorhanden ist.

Philipp Heinzel (li.) und Stephan Smirnoff (re.) kurz vor ihrem Treppenaufstieg.

Philipp Heinzel (li.) und Stephan Smirnoff (re.) kurz vor ihrem Treppenaufstieg.

„Ab einem gewissen Punkt ist es eine reine Kopfsache man will einfach nur noch hoch und die 705 Stufen bezwingen,“ so Stephan Smirnoff nach seinem PA Lauf mit seinem Kollegen Phillip Heinzel vom FSV Köln.

Rettung einer Person aus einem PKW.

Rettung einer Person aus einem PKW.

Die Frontscheibe wird dazu einfach aufgeschnitten.

Die Frontscheibe wird dazu einfach aufgeschnitten.

Aber natürlich gab es auch rund um den Treppenlauf noch viel zu sehen und zu erleben, so konnte man sich an einem Leiterwagen an Seilen nach oben hangeln oder seine Fitness an verschiedenen Ständen ausprobieren oder sich auch mit exklusiven Artikeln von Feuerwear ausstatten. Das Konzept hinter Feuerwear ist so einfach wie genial, aus ausgemusterten Feuerwehrschläuchen werden hier Taschen, Gürtel, Geldbörsen etc. gemacht, alles Handgemachte Unikate, die auch den nächsten Brand überstehen.

Feuerwear stellt Unikate aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen her.

Feuerwear stellt Unikate aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen her.

Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr erklimmt ein Seil am Leiterwagen.

Auch die Jugendfeuerwehr war mit 4 Mann vor Ort, nach ihrem Lauf wurden die weiteren Möglichkeiten an diesem Tag ausprobiert.

Zum weiteren Rahmenprogramm gehörte die Rettung einer verunglückten Person aus einem Fahrzeug durch die Löschgruppe Löwenich und das Team der Höhenrettung sorgte für die sichere Rettung einer Person aus einem Korb am KölnTurm hängend.

Die Veranstalter, der Feuerwehr-Sportverein Köln und Art-Invest Real Estate, der Miteigentümer und Betreiber des Köln-Turms, waren mit dem 2. Treppenlauf sehr zufrieden hoffentlich gibt es auch 2014 wieder die Möglichkeit eines weiteren Treppenlaufs im KölnTurm.

Noch 1. Stockwerk und es ist geschafft.

Noch 1. Stockwerk und es ist geschafft.

Die Topläufer in den 3 Ausrichtungskategorien waren bei den Einzelstartern Görge Heimann mit einer unglaublichen Zeit von 3:46 min. der extra für diesen Treppenlauf von einem Ausflug nach Köln kam. Ohne Pressluftatmer machte mit einer Zeit von 6:06 min. das Feuerwehrteam TFA Düsseldorf 4 das Rennen und in der Königsdisziplin, Feuerwehrteam mit PA, erlangte den 1. Platz mit der Zeit von 6:44 min. das TFA Team Burning Bulls.

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